14.12.2005 Lupo der Woche 195: Krankenblatt 05
Der Patient ist männlich. Sein Alter wird offiziell mit 40 angegeben, in manchen Papieren ist aber auch 1906 als Geburtsjahr angegeben. Seit 3 Jahren kränkelt er im physischen und pekuniären Bereich, verfügt aber über eine äußerst vitale Supportis-Funktionalität.
Das Jahr 2005 begann mit einem Colonia Amateuris Virus. Trotz quantitativ virulenter Supportis bei aufgehellter Psyche konnte die Operation nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Als Ursache wird eine Angstpsychose der physischen Leistungsträger im arenalen Rund angesehen.
Anschließend kam es zu einem großen autonomen Paulinom links blutig braternal, das funktionell dekompensiert war. Nullfunktion des Schilderwechslers der Anzeigetafel, depressiv für die ästhetischen Rezeptoren.
4 Tage später 2 submaritime Erfolge, jedoch weiterhin punktuelle Flaute. Sonographisch eher unauffällig.
Anschließend paderbornis exstirpiert und emptional entlassen. Palpatorische Null-Zuversichtis als aktuelle Indikation.
Dann Serialis successis shortis. Inferioir über Arminius Amateuris sowie Mobilisierung Anatomis Osnabrucca. Zwischenzeitlich psychisches Hoch, begünstigt durch Realitätsverkennung.
Gefolgt von hasenfüßig exponierter Unterschreitung der zumutbaren Nulloffensivis bei Borussia Insolvenzia. Breitflächig melancholischer Rückfall zu infraroter Laternis.
Sodann brach eine Fortunatis Düsseldorfus herein. Späte fortensische Kompensation der Persichschen Hora Sternum.
Eine Zero Numero versus Ciconia Baltica war die Folge. Desperanter commodus. Folglich hypertrophierte lediglich Marsipanus Lubecca dualis. Stabile Fixierung am unteren Kolumnenende.
Unentschlossene Division Chemnitzum, completus rektal.
Blutwerte auf Caespes 11: furere furenter furoris. Cladis percellere par excellentis.
Eventus Unum Borussiae Stromlosum.
Clades Unum Leonis.
Iniudicatus dualis versus Wolfsburgus.
Efficacitas grandiosus Krefeldus. Grotifantus kaputtus. Anschließend Celebratio magnum. Grandis.
Insgesamt befand sich der Patient zu diesem Zeitpunkt in einem miserablen Zustand. Schlechte Physis, von Depressionen geschüttelt, selbst die Supportis war nicht so lebhaft wie gewohnt. Eine längere Erholungsphase tat allen gut.
Auf niedrigerem Niveau konnte dann der Puls revitalisiert werden. Erster Erfolg über AK Berlinenses.
Trotz guter Voraussetzungen leider nicht bestätigt versus Exitus Mommsus. Unerwarteter Rückfall gegen Ende.
Victoria grandiosos. Octo octo octo octo octo octo octo octo.
Wiederholung des Rückfalls jahnseitig turkulär.
Gefolgt von heimseitigen motorischen Problemen.
Kollapsus Novae Ruppinae. Indikatio: verruca offensiva.
Anschließend wirkt leicht ankerale wismare Entmüdung, bevor die Mobilisierung in torge low greift.
Gesunde Lebensweise, Eselsjoghurt, setzen den Aufwärtstrend fort, der sich teixeiral auch auf Ludwigs Feldern bestätigt.
Anschließend bricht die Vogelgrippe aus, übertragen von Falken und Finken.
Mühsamer preußoraler Heilbehandlung folgt sofort unglücklicher Rückschlag in den Bergen Babels nach.
Letztlich tritt eine leichte baltikale Besserung ein, unterstützt von einer nova strelica.
Am 4. November trat ein schwerer Fall von Sveningitis ein, über noch gesondert berichtet werden muss: Es handelt sich um den 9jährigen Sven Ratajczak. Da es sich offensichtlich um eine Erbkrankheit handelt, betrachten wir zunächst den Vater. Bei ihm sitzt der Union-Virus seit Jahrzehnten bombenfest. Nach der Wende wandert er arbeitsbedingt ins Rheinland aus und ist in Erkrath bei Düsseldorf sesshaft geworden. Trotzdem ist er immer noch unionverrückt.
Sohn Sven ist bereits im Westen geboren und trotzdem vom Virus infiziert, auch er ist Union-Fan. Aber er lebt im Exil, seine Kameraden schwärmen für Schalke oder Dortmund.
Zum Geburtstag bekommt der Junge einen Flug von Düsseldorf nach Berlin geschenkt, um ein Spiel seiner geliebten Mannschaft live miterleben zu können. Derzeit reicht ja der Aktionsradius der Eisernen bei weitem nicht bis ins Rheinland. Das Geld für den Flug haben Berliner Fans gesammelt und sie haben noch mehr für das Geburtstagskind vorbereitet:
In der Halbzeitpause darf Sven, von Ritter Keule begleitet, den heiligen Rasen betreten. Er wird als Mitglied im Kreise der Union-Familie willkommen geheißen. Flutlicht und Fahnenmeer bilden einen würdigen Rahmen und eine mehr als beeindruckende Kulisse. Da bekäme manch Großer feuchte Augen ..
Seinem Vater steckt ein Kloß im Hals. Das hat auch er nicht gewusst. Für beide ist es ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis. Für alle anderen ist es einfach Eisern Union! Die gesamte Operation wird gefilmt und das Video dem Jungen später als Lehrmaterial zur Verfügung gestellt.
Dieser besondere Fall von Sveningitis in Verbindung mit dem Unionvirus wurde begünstigt durch den Einsatz von Theo Körner, dem Hauptmann von Köpenick, Ritter Keule, OlleOma, Blockm, André, Seemann, Wuhlesyndikat, Winne, Bunki, Wuhleradio und der Mannschaft, die Sven mit auf den Rasen genommen hat. Als Therapie empfehle ich einen Lupo der Woche für alle Beteiligten.
Solange die Supportis von derart agilen Multiplikatoren getragen wird, ist mir um den Patienten nicht bange. Er wird sich von Rückschlägen erholen und wieder kräftigen. Nicht nur für Sven und seinen Vater gilt:
Und niemals vergessen - Eisern Union
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