01.02.2005 Wurst-Skandal in der Bundesliga
Hat Hoeneß die Meisterschaft auf der Fleischtheke verschoben?
Vier Tage nachdem der Berliner Schiedsrichter Robert Hoyzer seine Beteiligung an Spielmanipulationen zugegeben hatte, steuert die Bundesliga auf den nächsten Skandal zu: Wie das Fußball-Fachmagazin „kicker" in seiner Montagsausgabe berichtet, soll Bayern-Manager und Wurstfabrikant Uli Hoeneß hinter den Kulissen krumme Geschäfte mit Schalkes Aufsichtsratsvorsitzenden und Fleischwerkbesitzer Clemens Tönnies gemacht haben. Dabei sollen nicht unerhebliche Mengen Fleisch geflossen sein. Verbindungen zur kroatischen Wurst-Mafia können nicht ausgeschlossen werden.
Schon länger kursierten in Insider-Kreisen Gerüchte über Verbindungen Hoeneß´ zur halbseidenen Welt des Fleisches, doch wurde dem von Seiten des DFB nie nachgegangen. Wie am Wochenende nun bekannt wurde, führt die Spur der Wurst direkt zum Vorstand des Titelrivalen FC Schalke 04. Während in der Presse oberflächlich Wortgefechte zwischen Bayern-Manager Hoeneß und seinem Schalker Pendant Rudi Assauer geführt wurden, soll unter der Hand eine nicht unerhebliche Menge Wurst in die Taschen von Aufsichtsrat Tönnies geflossen sein. Auch von Mett und Sülze sei die Rede gewesen.
Dem Großfabrikanten und bekennenden Wurst-Liebhaber Tönnies wurde seine Vorliebe für Naturdarm in Pelle offensichtlich zum Verhängnis. Nur zu gierig akzeptierte er Hoeneß unlauteres Angebot. „Ich konnte einfach nicht widerstehen", gestand ein gebrochen wirkender Tönnies der Presse. „Ich kam in mein Büro und da lag dann dieser Koffer von Herrn Hoeneß. Alles voller Wurst! Lecker!"
Tönnies wurde mittlerweile auf eigenen Wunsch in ein Suchtklinikum für Wurstkranke eingewiesen.
Verbindungen zur kroatischen Wurst-Mafia
Zur Verdeckung der Aktivitäten sollen Hoeneß und Tönnies laut Polizeibericht eigens einen eigenen karikativen Verein gegründet haben, „Fleisch zur Freude der Kinder". Auf Nachfrage bestätigte die Pressestelle der Organisation, der Name sei tatsächlich ernst gemeint. Ein Sprecher der Organisation dazu: „Es ist ja gemeinhin bekannt, dass bedürftige Kinder besonders gerne mit Hackfleisch spielen, um beispielsweise Puppen oder Burgen daraus zu bauen."
Wie im Zuge der Ermittlungen bekannt wurde, feierte „Fleisch zur Freude der Kinder" am Wochenende vor 700 Gästen eine rauschende Ballnacht in Rheda-Wiedenbrück, der Keimzelle des weltweiten Wurst- und Fleischfach-Terrorismus. 70 000 Euro wurden in kleinen, nicht nummerierten Würsten gesammelt, angeblich für rumänische Waisenkinder. Bekanntermaßen liegt Rumänien in Osteuropa. Ebenfalls in Osteuropa: Kroatien. Dies deutet offensichtlich auf Verbindungen zur kroatischen Wurst-Mafia hin.
Hoeneß soll Stammgast im Münchener „Café Cervatala" gewesen sein. Zvonimir Z., Besitzer des Cafés, bestätigt dies: „Ja, er war öfter hier. Er nahm seinen Kaffee immer mit zwei Stückchen Wurst." Diesen Hinweisen wird nachgegangen.
Spiele verschoben?
Was jedoch genau der Inhalt Vereinbarung zwischen Hoeneß und Tönnies gewesen sein soll, ist immer noch unklar. Augenzeugen wollen gesehen haben, wie Rudi Assauer am Wochenende beim 2:0 Kaiserslauterns gegen seine Schalker genüsslich in eine Knackwurst biss. Die Vorstandsetage der Schalker soll auf der Ehrentribüne geschlossen an einer Mini-Winnie-Würstchenkette geknabbert haben. Vereinzelt gemeldete auffällige Ähnlichkeiten Ailtons mit einer Wurst in Pelle scheinen hingegen wenig sachdienlich.
Auch wenn nichts bewiesen werden kann: Ein fader Beigeschmack bleibt. Es riecht nach Wurst.
|
Autor: Domoslav Domovic | Anmerkungen? Kritik? Ab ins Forum |
|